Studentenanleihen& Kindergeld: Biltgen verkauft Jugendliche abermals für dumm!

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26. Mai 2011

Stünde nicht so viel auf dem Spiel, könnte man als Beobachter das nun wochenandauernde Chaos in der Regierung fast als Unterhaltungskabarett empfinden. Freilich setzen verschiedene Luxemburger Regierungsmitglieder so Unglaubliches in die Welt, dass man vor lauter Staunen nicht mehr den Mund zubekommt.

Luxemburg, den 4. Mai 2010


Stünde nicht so viel auf dem Spiel, könnte man als Beobachter das nun wochenandauernde Chaos in der Regierung fast als Unterhaltungskabarett empfinden. Freilich setzen verschiedene Luxemburger Regierungsmitglieder so Unglaubliches in die Welt, dass man vor lauter Staunen nicht mehr den Mund zubekommt.

So auch die Aussagen von Minister Biltgen gestern auf RTL: Laut Minister Biltgen, der in den letzten Jahren nicht gerade als Verfechter der jugendlichen Interessen auffiel (PL “5611“) gehe es bei den Kürzungen des Kindergeldes nicht darum die Jugendlichen zu bestrafen. Schließlich könnten Luxemburger StudentInnen ja mit den zukünftigen 6000 Euro Geldanleihen und 6000 Euro Stipendium nicht nur in Luxemburg sondern auch im Ausland studieren.

Dazu erklären déi jonk gréng: Die Äußerungen von Minister Biltgen zeigen mal wieder wie unbekümmert und derart schamlos gewisse Regierungsmitglieder an der Realität vorbeisehen: "Die Argumentation von Herr Biltgen ist absurd. Die Studentenanleihe verschlechtert wiedermal den Zugang von sozial benachteiligten Jugendlichen an die Hochschulen. Die meisten Anleihen werden nach dem Studium von den Eltern beglichen, so dass hier wieder eine große Hürde für sozial schwächere Jugendliche entsteht. Wir fordern ein Grundstipendium mit Zulagen für StudentInnen aus "benachteiligten" Familien, welches jedem erlaubt zu studieren. Der von der Regierung vorgeschlagene gleiche Betrag für alle ist weder sozial gerecht noch sozial gestaffelt. Während dies Studenten aus finanziell besser situierten Familien unter die Arme greift, schafft es weitere hohe Hürden für StudentInnen aus „ärmeren“ Verhältnissen." meint Philippe Schockweiler Sprecher déi jonk gréng.

„Die Gleichung des Hochschulministers kennt nur das Geld des Elternhauses, welche im besten Fall die desaströse Sozialpolitik der Regierung kompensieren muss. Desweiteren scheint der Minister sämtliche jungen Menschen zu vergessen welche einen „CATP“ oder keine akademische Ausbildung anstreben. Sieht so solidarische Sozialpolitik der Regierung aus? Auch die "Anti-Frontalier" Komponente welche sich in diesem Vorschlag wiederspiegelt ist sehr ernst zu nehmen, und zeigt dass unter dem Banner der Krise manche Politiker mit ihren Forderungen schnell in Extreme abrutschen" meint Gina Arvai, Sprecherin von déi jonk gréng.

Für déi jonk gréng:

Gina Arvai                                                                                       Philippe Schockweiler
Sprecherin                                                                                      Sprecher

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