Schließung des Atomkraftwerks in Cattenom. Die Zeit zum Handeln für die Regierung ist jetzt!

Communiqué de presse

8. Mai 2024

Anlässlich der rezenten Aussagen des Premierministers Luc Frieden am Rande des europäischen Gipfeltreffens für Atomenergie, hat heute Nachmittag eine Unterredung zwischen Luc Frieden und unseren Abgeordneten François Bausch und Joëlle Welfring im Staatsministerium stattgefunden.

François Bausch, energiepolitischer Sprecher von déi gréng, äußert sich in diesem Zusammenhang: „Als déi gréng begrüßen wir ausdrücklich, dass der Premierminister unser Angebot für ein Gespräch angenommen hat, und wir ihm somit unsere Argumente gegen die Atomkraft und für erneuerbare Energien vorlegen konnten. Als frühere Regierungsmitglieder hat es uns während dem Gespräch jedoch vor allem daran gelegen, zu unterstreichen wie wichtig es ist, dass die Luxemburger Regierung sich schon jetzt proaktiv in die Debatte um eine mögliche Laufzeitverlängerung des Atomkraftwerks in Cattenom einbringt und sich für die Schließung der Zentrale einsetzt. Die Regierung muss den Druck auf die französischen Behörden erhöhen, und zu diesem Zweck schon jetzt die nötigen personellen Ressourcen und Expertise in den zuständigen Ministerien mobilisieren.“

Umweltpolitische Sprecherin von déi gréng, Joëlle Welfring ergänzt: „Während dem Treffen mit dem Premierminister haben wir zudem erläutert, dass wir das Argument der Regierungsparteien nicht gelten lassen, Luxemburg sollte die Entscheidungen anderer Länder zur Atomenergie akzeptieren und sich nicht in die Energiepolitik anderer EU-Staaten einmischen. Für uns ist es selbstverständlich, dass jedes Land in Europa seine eigenen energiepolitischen Entscheidungen treffen kann. Doch gerade als kleines Land, welches im Falle eines Super-GAUs in Cattenom vor existenziellen Problemen stehen würde, ist es in unserem Interesse in Energiefragen eine Leadership-Rolle zu übernehmen. Dazu gehört auf der einen Seite die Energiewende konsequent voranzutreiben und in Erneuerbare Energieformen zu investieren. Es bedeutet auch sich klar und deutlich gegen weitere Investitionen in die Atomkraft auszusprechen. Der Bau neuer Atomkraftwerke nimmt Jahrzehnte in Anspruch. Atomkraft ist zu teuer, zu schmutzig und zu unsicher und für die schnelle Dekarbonisierung unserer Energiesysteme deshalb gänzlich ungeeignet!

Für weitere Informationen und zur Beantwortung von Fragen stehen unsere Abgeordneten François Bausch und Joëlle Welfring der Presse gerne zur Verfügung.

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