17. Juli 2026
Alte Fehler, neue Preisspirale:
Regierung erkauft sich erneut kurzfristige Entspannung mit einer langfristigen Verschärfung der Wohnungskrise
Mit ihrem neuen Wohnungs-Booster will die Regierung den Immobilienmarkt wieder in Schwung bringen. Einige Maßnahmen sind durchaus sinnvoll, etwa die Weiterführung des staatlichen Aufkaufs von VEFA-Wohnungen. Gleichzeitig riskiert die Regierung jedoch, genau jene Preisspirale erneut in Gang zu setzen, die den Wohnungsmarkt in den vergangenen Jahren immer weiter verteuert hat. Erneut setzt sie auf großzügige steuerliche Anreize für private Investoren – und nimmt damit bewusst in Kauf, eine kurzfristige Entspannung des Marktes mit einer langfristigen Verschärfung der Wohnungskrise zu erkaufen.
Meris Sehovic, wohnungspolitischer Sprecher von déi gréng, erklärt: „Eine Politik, die Wohnen immer noch als Spekulationsobjekt und nicht als Grundrecht versteht, ist dazu verdammt, die Fehler von gestern zu wiederholen und die Preise weiter in die Höhe zu treiben.“
„Genauso aufschlussreich wie die neuen Ankündigungen ist, was die Regierung weiterhin nicht bereit ist anzupacken: Statt endlich konsequent gegen Spekulation und Baulandhortung vorzugehen, werden die entsprechenden Reformen seit Jahren verzögert oder verwässert. Wer die Wohnungskrise nachhaltig lösen will, muss genau dort ansetzen“, so Sehovic weiter.
Besonders kritisch sehen déi gréng den erneuten Ausbau des Amortissement accéléré. Die steuerliche Förderung konzentriert sich künftig auf Wohnungen im unteren bis mittleren Marktsegment und lenkt damit zusätzliche Investorennachfrage genau dorthin, wo auch viele junge Menschen und Familien nach Wohneigentum suchen. Was den Mietmarkt heute kurzfristig entlasten mag, droht den Kauf bezahlbarer Wohnungen schon morgen wieder zu erschweren.
déi gréng halten deshalb auch nach den neusten Ankündigungen der Regierung an einem Kurswechsel in der Wohnungspolitik fest. Dazu gehören: