Luxemburg als Vorbild: Wie die EU Plastikmüll reduzieren will

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16. April 2014

Heute hat das Europäische Parlament den Bericht der grünen Europaabgeordneten Margrete Auken über eine EU-weite Strategie zur Reduzierung des Plastikmülls angenommen.

Damit will das Europaparlament die EU dazu bringen, Plastik- und Kunststoffabfälle drastisch zu reduzieren. So sollen bis 2019 insgesamt 80% der ganz leichten und somit besonders gefährlichen Plastiktüten verschwinden. Außerdem soll die Verwendung von gesundheitsschädlichen Kunststoffen verboten werden.

In Zeiten von knapp werdenden Rohstoffressourcen werden in der Europäischen Union jährlich rund 100 Milliarden Plastiktüten verbraucht, davon werden lediglich 6% recycelt. Auch für die Umwelt ist die Verschwendung gefährlich: jedes Jahr werden rund 8 Milliarden Plastikbeutel achtlos in der Natur und den Meeresgewässern entsorgt. Sie verschandeln allerdings nicht nur Landschaft und Gewässer, für Meerestiere wie Seevögel, Robben und Wale ist der Plastikmüll sogar tödlich.

Vorbild Luxemburg

Zur heutigen Abstimmung im Europaparlament erklärt Claude Turmes:

„Ich freue mich, dass durch das Votum heute im Europaparlament die erfolgreiche Strategie von Luxemburg jetzt EU-weit umgesetzt werden soll! Durch den flächendeckenden Einsatz von wiederverwertbaren Plastiktaschen konnte der Plastikmüll in Luxemburg zwischen 2006 und 2012 von 454 Tonnen auf 58 Tonnen reduziert werden. Damit ist Luxemburg europaweit einer der Spitzenreiter!“

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