22. September 2025
Am 22. September 2025 haben sich déi gréng mit der Gewerkschaftsfront von OGBL und LCGB getroffen, um das Scheitern der „Sozialrunden“ gemeinsam zu analysieren. Wir stimmen mit den Gewerkschaften überein: das Kommunikationschaos der Regierung Frieden darf nicht darüber hinweg täuschen, dass sie den Sozialabbau weiterhin mit Methode verfolgt.
Das Luxemburger Sozialmodell, das uns über Jahrzehnte Stabilität, soziale Gerechtigkeit und wirtschaftlichen Ausgleich gebracht hat, wird von der Regierung mutwillig untergraben. Ihre traditionelle Vermittlerrolle hat sie von Anfang an über Bord geworfen. An einem echten Interessensausgleich und einer gemeinsamer Lösungsfindung ist sie nicht interessiert.
déi gréng verstehen daher die Entscheidung der Gewerkschaften, sich nicht weiter von der Regierung in Alibi-Veranstaltungen instrumentalisieren zu lassen, und bis auf Weiteres den Sitzungen des „Comité permanent du travail et de l’emploi“ (CPTE) fernzubleiben. Dieses Signal ist klar: ohne echten Dialog gibt es keinen sozialen Frieden.
Inhaltlich standen in den Gesprächen die Pensionsreform, die anstehende Quadripartite, die zahlreichen Konflikte rund um das Arbeitsrecht sowie die anstehende Steuerreform im Zentrum. In all diesen Themenfeldern zeigt sich dasselbe Muster: die Regierung handelt kurzsichtig.
Für déi gréng steht fest: von dieser Regierung können sich die Jugend und die Arbeitnehmer*innen können keine Perspektiven erwarten, die nicht in Richtung von Verschlechterungen gehen. Hier zeigt sich dasselbe kurzsichtige Muster wie beim Klima- und Naturschutz.