Grüne Motionen in der Chamber

Communiqué de presse

30. April 2026

Grüner Erfolg bei Supply4Future, Mehrheit blockiert bei Lebensmittelverschwendung

Grüne Forderung setzt sich durch: Supply4Future wird ausgeweitet

Eine vor mehr als einem Jahr eingebrachte grüne Motion wurde heute mehrheitlich in der Chamber angenommen. Das erfolgreiche „Supply4Future“-Modell soll dadurch über Schulen und Universitäten hinaus ausgeweitet werden. Ziel des Modells ist es, die Lebensmittel-Versorgungskette in Luxemburgs Schulverpflegung als Hebel für den ökologischen Wandel einzusetzen. Dank der grünen Motion soll dieses erfolgreiche Modell auf Kantinen anderer Einrichtungen wie Krankenhäuser, Altersheime oder Gefängnisse ausgeweitet werden. Dies mit dem Ziel, regionale, umweltschonend arbeitende und biologische Produzent*innen ganzjährig zu unterstützen, stabile Absatzmärkte zu schaffen und nachhaltige Ernährung systematisch zu fördern.

Joëlle Welfring, Autorin der Motion kommentiert: „Unsere Vorschläge wirken. So hat die Regierung unsere Forderungen bereits in den nationalen Ernährungsplan übernommen. Der Erfolg unserer Motion ist ein wichtiger Schritt für eine nachhaltigere Landwirtschafts- und Ernährungspolitik. Entscheidend wird nun die konsequente Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen sein, auch im Zusammenspiel mit dem Projekt „Natur genéissen“. Wir werden die weiteren Schritte aufmerksam begleiten.“

Chance verpasst: Mehrheit lehnt wirksame Maßnahmen gegen Food Waste ab

Kein Erfolg gab es hingegen für eine weitere grüne Motion. Hierin wurde die Regierung aufgefordert, im Kampf gegen die Lebensmittel-Verschwendung aktiver zu werden, dies z.B. anhand eines verbindlichen Reduktionsziels von 50 % bis 2030, sowie einer Pflicht zur Weitergabe noch genießbarer Lebensmittel und mehr rechtlicher Sicherheit für alle die Lebensmittel spenden.

Joëlle Welfring bedauert dies: „Dass genießbare Lebensmittel im Müll landen, ist Ausdruck der ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Schieflage in der wir uns befinden. Gerade in Zeiten von Klimakrise, steigenden Lebenshaltungskosten und wachsender Armut, aber auch angesichts der berechtigten Forderung der Landwirt*innen nach mehr Respekt für ihre Arbeit, können wir nicht nachvollziehen, warum die Mehrheit sich gegen einen ambitionierten Ansatz entschieden hat und sich einer vertieften Diskussion verweigert. déi gréng werden weiter Druck machen, damit die Regierung hier ihrer Verantwortung gerecht wird.

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