Feuer legen und löschen. Kohärente Klimapolitik geht anders!

Communiqué de presse

2. Dezember 2025

In ihrer Reaktion auf die Ergebnisse der COP30 betonte Joëlle Welfring, klimapolitische Sprecherin für déi gréng heute in der Chamber, dass Klimapolitik in erster Linie Menschenschutz-Politik ist: „Beim Klimaschutz geht es nicht um das Klima selbst – das kommt auch ohne uns zurecht. Es geht um unsere Lebensgrundlagen, unsere Sicherheit und unsere Zukunft.

Für déi gréng muss eine wirksame Klimapolitik daher auf dreifacher Gerechtigkeit basieren, nämlich:

  • zeitlicher Gerechtigkeit gegenüber den kommenden Generationen,
  • sozialer Gerechtigkeit für Menschen mit geringem Einkommen, die am wenigsten zum Problem beitragen, aber am stärksten unter den Folgen leiden,
  • und globaler Gerechtigkeit für Menschen und Regionen, die bereits heute massiv von Extremwetter betroffen sind.

Angesichts der Ergebnisse der COP30 forderte Joëlle Welfring ein klares Bekenntnis zur internationalen Zusammenarbeit.  Europa hat die Verantwortung, den Multilateralismus zu verteidigen – gerade jetzt“, betonte sie. Das lange Ringen um europäische Reduktionsziele und der Abbau zentraler Umweltstandards haben Europas Führungsrolle in den Klimaverhandlungen sichtbar geschwächt.

Mit Blick auf Luxemburg kritisierte sie, dass die Regierung mit der Abschwächung der EU-Entwaldungsverordnung und der Lieferkettendirektive selbst aktiv an der Erosion der europäischen Glaubwürdigkeit mitgewirkt und die nationale Klimaneutralität faktisch nach hinten verschoben hat: Die Regierung legt mit der linken Hand Feuer, und versucht es mit der rechten zu löschen – und verkauft das ganze als ‚ambitionierte Klimapolitik‘. Das gefährdet nicht nur die Glaubwürdigkeit, sondern auch das Vertrauen der Bevölkerung in Politik – ein Vertrauen, das heute wichtiger ist, denn je!

 

Pressemitteilung

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